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BIPAP (PCV) Drucken
Artikel - Beatmungsformen
Geschrieben von: Dirk Jahnke   
Montag, den 10. Juli 2006 um 15:05 Uhr
BiphasicPositivAirwayPressure

BIPAP ist eigentlich eine recht einfache Beatmungsform. Sie besteht im Grundsatz aus 4 Einstellparametern. Es wird ein oberer und unterer Druck vorgegeben. Diesen Drücken wird jeweils eine Zeit zugeordnet. Mit der Einführung von BIPAP war es auch tatsächlich so. Dem Respirator wurden in einem Menü die entsprechenden Zahlenwerte mitgeteilt.

Im Zuge der festen Implementierung von BIPAP in die Infrastruktur der Respiratoren änderte sich auch die Vorgehensweise bei der Einstellung. Aber dazu später!

Zurück zu BIPAP :

BIPAP ist eine druckkontrollierte/zeitgesteuerte Beatmungsform. Das bedeutet die eingestellten Drücke werden nicht über oder unterschritten – die eingestellten Drücke werden über den eingestellten Zeitraum gehalten. Durch den Wechsel von einem auf den anderen Druck muss Gas Verschoben werden. Beim Druckanstieg kommt es zur Inspiration und beim Druckabfall zur Exspiration.

Dem Patienten ist es jederzeit möglich spontan zu atmen. Der Respirator reagiert auf diese Druckvariation mit Gasfluss (spontane Inspiration) bzw. öffnen der Ventile (spontane Exspiration)

Einstellparameter:

- pinsp / P1 / oberer Druck

- PEEP / P2 / unterer Druck

- tinsp /t1 / Zeit oberer Druck

- AF – ergibt mit tinsp das Atemzeitverhältnis also texsp

(-Rampensteilheit / Steilheit des Druckanstieges)

Kurven unter BIPAP

Die Einstellung der Drücke ist bei jeder Respiratorgeneration recht einfach. Anders sieht es mit dem I:E aus. Auf den ersten Blick bei Wechsel von einem älteren Respirator auf einen modernen Typ wirkt der jetzt nötige Weg ungewohnt/kompliziert, da das I:E jetzt indirekt über tinsp und AF eingestellt wird. Wie kam es dazu ?

Charakteristisch für eine Druckkontrollierte Beatmung ist der dezelerierte (abfallende) Flow (Gasfluss) . Dieser soll besonders in der Inspiration möglichst bis null zurück laufen. Dadurch ermöglicht man eine optimale Belüftung der Lunge. Ein erhöhen der Atemfrequenz führt nun bei gleich bleibenden I:E immer zur Verkürzung der Inspirationszeit. Mögliche Folge – abschneiden des Inspirationsflusses und dadurch gerade Minderbelüftung der langsamen/schlechten Lungenbereiche. Deshalb manuelles nachregeln der Tinsp um die Belüftung trotz höherer Frequenz stabil zu halten.

 
Kommentare (5)
I:E
5 Montag, den 04. Mai 2015 um 21:28 Uhr
Ray
Bei unseren Respiratoren in der Heimbeatmung geben wir nach wie vor dass I:E an. Entweder als 1:2 oder 33% (im Normalfall). So wie ich das hier verstehe, soll der Fokus auf einer abgeschlossenen Inspiration liegen. Um die AF zu erhöhen bei gleichbleibender Tinsp muss ich also die Texp verkürzen. Wo soll da der Vorteil sein? In dem Fall hätte der Patient vielleicht eine nicht ganz abgeschlossene Expiration. Ist das wirklich besser?
Re Website
4 Freitag, den 02. April 2010 um 20:57 Uhr
Dirk Jahnke
Moin und Danke Smile

Die Sache mit dem Forum war schon in Arbeit Smile
website
3 Donnerstag, den 01. April 2010 um 14:39 Uhr
???
Absolut tolle Seite, Respekt.

Hab ich auf der Stelle gebookmarkt und empfehle sie laufend weiter Smile)

wie wäre es, nur mal rein konstruktiv, wenn man ein Forum für User einrichten würde? Man könnte damit prima Problematiken besprechen und auch zu Lösungen kommen.
Danke
2 Freitag, den 29. Januar 2010 um 11:22 Uhr
Dirk Jahnke
Smile
Tolle Infos!
1 Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 19:09 Uhr
???
Ich bin echt begeistert von den Seiten. Sehr klar und verständlich formuliert!

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