20 | 08 | 2018
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Bilevel Modi S T S/T Drucken
Artikel - Beatmungsformen
Geschrieben von: Kai Borkert   
Donnerstag, den 12. Oktober 2006 um 01:43 Uhr
Bilevel typischerweise eine Bezeichnung bei Heimbeatmungsgeräten. Eine Erläuterung von Kai Borkert.


Erstellt von Kai Borkert:

Man unterscheidet Bilevel Geräte nach ihrem Einsatzbereich. Es gibt Bilevel-Geräte für die Therapie des Schlafapnoesyndroms, dabei geht es hauptsächlich darum den Patienten die Ausatmung zu erleichtern. CPAP-Atmung auf einem Druckniveau von 15 mbar ist nicht ganz so angenehm. Des Weiteren dient der S/T Modus dazu Patienten, die zusätzlich noch zentrale Apnoen haben zeitweise kontrolliert zu beatmen.

S = Spontan , T = timed

Dann gibt es noch Bilevel-Geräte für die Beatmung bei ventilatorischer Insuffizienz.

Alle Bilevel-Geräte arbeiten aber wie folgt.

Abgabe von zwei positiven Druckniveaus einen inspiratorischen Druck (IPAP) und einen exspiratorischen Druck.

Die meisten Geräte bieten dann 3 verschiedene Modis an , aber Vorsicht auch wenn Modis gleiche Bezeichnungen tragen gibt es manchmal noch feine unterschiede. Deswegen immer Gebrauchsanleitung lesen und /oder Medizinprodukteberater fragen.

Bilevel- Gerät Modi S:

Hierbei handelt es sich um einen reinen Spontanatemmodus vergleichbar mit dem PSV oder CPAP-ASB Modus.Das Gerät liefert wenn der Pat triggert eine Druckunterstützung (IPAP), die Ausatmung erfolgt bei unterschreiten eine Exsp.-Triggerschwelle.Dieser Exsp. Trigger kann Flow- , Zeit- oder Druckgeseteuert sein, häufig ist er Flow gesteuert und zur Sicherheit zeitbegrenzt.Das heißt wenn der Spitzenflow der Inspiration um z.B. 25% fällt schaltet das Gerät auf Ausatmung und sinkt auf PEEP - Niveau (EPAP).Sollte es aufgrund von Leckagen jedoch nach 3 Sekunden immer noch nicht zum Flowabfall gekommen sein wird automatisch eine Exspiration eingeleitet. Voraussetzung für den S Modus ist jedoch ein ausreichender Atemantrieb!

Einstellparameter :

IPAP, EPAP, Trigger für Inspiration und Exspiration , Inspiratorischeanstiegszeit( Flowkurve)

Bilevel- Gerät Modi T:

Dieser Modi ist nichts anderes als eine Druckkontrollierte Beatmung. dazu muss ich wohl nichts sagen. Außer vielleicht das es Geräte gibt die in diesen Modus triggern der Patienten zu lassen während der Exspiration (Melody) , wenn ich jemanden aber Kontrolliert beatme um die Atemmuskulatur zu entlasten ist triggern jawohl nicht erwünscht.

Einstellparameter :

IPAP, EPAP, Atemfrequenz, I:E , Flowkurve

Bilevel-Gerät Modi S/T:

Dieser Modus ist im Prinzip wie der S- Modus nur das zusätzlich eine Sicherheitsfrequenz hinterlegt werden kann falls es zeitweise zu Apnoe kommt. Dabei gibt man eine Atemfrequenz an und eine Apnoezeit , sollte der Patient jetzt diese Apnoezeit überschreiten (sprich nicht triggern) wird er mit der Sicherheitsfrequenz kontrolliert Beatmet bis er wieder triggert.

Vorsicht auch hier gibt es kleine Unterschiede z. B. kann statt eine Apnoezeit auch eine Mindestfrequenz angegeben werden, dann wird der Pat. bei unterschreiten dieser Mindestfrequenz von z.B: 6/min kontrolliert Beatmet.

Einstellparameter :

IPAP, EPAP, Trigger für Inspiration und Exspiration , Inspiratorischeanstiegszeit(Flowkurve), Apnoezeit und Atemfrequenz(Back up Rate )

 
Kommentare (6)
Super erklärt! Vielen Dank!
6 Montag, den 04. Juni 2018 um 02:05 Uhr
H. F.
Vielen Dank für die in kurzer Zeit sehr gute verständliche Erklärung!
Nochmal
5 Donnerstag, den 28. Juli 2016 um 08:26 Uhr
Dirk Jahnke
Habe noch eine Quelle für erleichterte Ausatmung gefunden :

https://www.thieme.de/medias/sys_master/8804611391518/9783131150738_musterseite_483_485.pdf?mime=application%2Fpdf&realname=9783131150738_musterseite_483_485.pdf

aus: Lorenz, Checkliste XXL – Pneumologie (ISBN 9783131150738), © 2009 Georg Thieme Verlag KG S.484

"Indikationen:
– Obstruktives Schlafapnoesyndrom mit hohem CPAP-Druck (oft > 12 mbar), bei
dem die exspiratorische Atemarbeit als unangenehm empfunden wird oder
nicht zu leisten ist."

Die Erklärung hier und in der Checkliste sind übrigens in Sachen BiLevel recht ähnlich Smile
Re:: unglaublich
4 Donnerstag, den 28. Juli 2016 um 08:00 Uhr
Dirk Jahnke
Moin Herr Cross

Dies ist eine Gastartikel der inhaltlich von mir nicht modifiziert worden ist. Aus damaliger Sicht (10 Jahre) schien er schlüssig (einfachere Ausatmung bei OSA) . Muss aber gestehen, dass ich heute schon ins grübeln komme und den Satz so nicht stehen lassen würde Smile Bei jeglichen Bezeichnungen von Modi bzw Einstellparametern bitte ich zu bedenken, dass es einige Hersteller auf den Markt gibt. Wie im Artikel erwähnt ist die Nomenklatur herstellerabhängig und konkret zu dem eingesetzten Gerät wird man nur bei der Einweisung bzw. im Handbuch die Erklärung bekommen!

Wäre gespannt auf einen Erklärungsversuch von Ihnen. Wenn es passt könnte ich dann diesen Gastartikel gegen ihren austauschen !

MFG
Dirk Jahnke (admin@atmungbeatmung.de)
Unglaublich
3 Donnerstag, den 28. Juli 2016 um 07:07 Uhr
ChrisCross
In diesem Artikel sind so viele Fehler, nicht nur, dass der Singular zu Modi Modus heißt und dass es keine Modis gibt, denn Modi ist schon der Plural, sondern auch fachliche Fehler, so dass ich der Meinung bin, DER ARTIKEL GEHÖRT AUS DEM NETZ GENOMMEN.Es fängt schon ganz oben an. Ein Bilevel Schlafatemtherapiegerät hat primär die Aufgabe Atemwege zu schienen, nicht die Ausatmung zu erleichtern. Dabei dient der IPAP zur Verbesserung der Flowkurve (Hypopnöen, Flusslimitationen, RERAS), der EPAP verhindert idealerweise obstrutive Apnöen und Schnarchereignisse.
Solch grobe Fehler ziehen sich durch den ganzen Artikel.....PSV ist nunmal nicht gleich BiLEVEL S....die Druckunterstützung heißt nicht IPAP, sondern DU, PDIFF, oder PS, ....ST ist komplett falsch erklärt.......... etc...etc...
Gute Erklärung
2 Sonntag, den 23. August 2015 um 17:31 Uhr
W.Becker
Mir geht es ähnlich wie Carolin,jetzt hab ichs verstanden die Begriffsdefinitionen sind blöderweise nicht einheitlich - Naja, vielleicht kommt´s ja irgendwann noch dazu
Geräte Modi
1 Montag, den 18. Mai 2015 um 17:20 Uhr
Carolin Laux
Super, vielen Dank. Bin gerade in Fachweiterbildung zum ausserklinischen Pflegeexperten und hab mich mit der Verständlichkeit etwas schwer getan. Hier gut und verständlich beschrieben.
Lieben Dank!
C. Laux

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