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NIV nach Extubation Drucken
Artikel - Fallbeispiele
Geschrieben von: Dirk Jahnke   
Donnerstag, den 28. August 2008 um 11:15 Uhr

Eine Fallbeschreibung eines weiteren Anwendungsgebietes der NIV.

 

Patientin wurde im Status athmaticus intubiert und beatmet. Nach 48 Stunden max Therapie verbesserte sich die respiratorische Situation.

 

(Beatmung unter permissiver Hyperkapnie, Versuch Isoflurane Narkose , Hochdosis Kortison, Beatmungsdrücke trotz pCO2 um 90 jenseits von gut und böse&hellipWink

 

 Tag 4 wurde ein Aufwachversuch gestartet. 16 Uhr konnte unter noch laufendem Propofolperfusor auf CPAP/ASB umgestellt werden. Nach einer Stunde 10 mbar Druckunterstützung wurde die Sedierung beendet. Die Patienten wurde rasch nicht kontaktierbar aber mit gezielter Motorik und Neigung zur erneuten Obstruktion wach. Entschluss zur raschen Extubation.

 

Nach Extubation sofort massive Obstruktion ohne wahrnehmbare Ventilation und rasch aufläufiger Zyanose. In Reintubationbereitschaft Versuch einer NIV mit gehaltener Maske unter Inhalation mit Bronchoinhalat und Atrovent.  MS dafür auf Dauerablauf, Maske nicht mit Band gesichert und Absaugbereitschaft bei nicht kooperativem Patienten, der jedoch unter Maske nicht unruhiger wird.

 

Unter BIPAPass 38/5, tinsp 0,75 Sek. bei AF 40 (fallend), AMV 20l und FiO2 1,0 vitale Stabilisierung  mit pO2 550 und pCO2 54. Nach 30 min gehaltener Maske klinisch auch unter 8l/min O2 Insufflation deutlich gebessert.

 

Im Verlauf zunächst immer wieder klinisch Obstruktiv. Mit Bronchoinhalat gut zu durchbrechen. PCO2 jetzt unter Spontanatmung stabil um 40mmHG. Patientin weiterhin nicht kontaktierbar jedoch motorisch gezielt aktiv.

 

 

 

Fazit:

 

Gerade bei dieser Patientengruppe läuft man bei einem Extubationversuch immer Gefahr eine erneute Obstruktion zu erleben. In diesem Fall schien zunächst bei sofort fehlender Ventilation und vitaler Gefährdung des Patienten der Versuch gescheitert. Zunächst wurde die NIV nur als Überbrückung und Stabilisierungsmaßnahme bis zur Reintubation gesehen. Jedoch konnte mit der Kombination aus erzwungener Ventilation durch Maskenbeatmung und Inhalation die erneute Obstruktion sehr gut durchbrochen werden. Alleinige Inhalation hätte wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Belüftung keinen Effekt gezeigt.

 

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