13 | 12 | 2018
Neuste Artikel
Maschinelle Beatmung Drucken
Artikel - invasive Beatmung
Geschrieben von: Dirk Jahnke   
Sonntag, den 30. April 2006 um 14:41 Uhr
Zusammenfassung Verschiedener Beatmungsformen.
  1. IPPV (intermittent positive pressure ventilation) BIPAP - EVITA4

(volumenkontrolliert ,zeitgesteuert)

Einstellparameter :

  1. CPPV (continues positive pressure ventilation)

(volumenkontrolliert ,zeitgesteuert)

Einstellparameter :

  • Atemfrequenz
  • Atemzug oder Tidalvolumen
  • Flow – Gasfluss pro Minute
  • I:E – Verhältnis Inspiration zu Expiration /ab 2 dura Zeit inspiratorisch
  • Druck Trigger
  • PEEP (positiv endexperatory pressure)
  • Sauerstoffkonzentration

Unterschied zwischen IPPV und CPPV nur der aktivierte PEEP!

  1. PLV (pressure limited ventilation)

(volumenkontrolliert , zeitgesteuert, drucklimitiert)

Einstellparameter :

  • Atemfrequenz
  • Atemzug oder Tidalvolumen
  • Flow – Gasfluss pro Minute
  • I:E – Verhältnis Inspiration zu Expiration /ab 2 dura Zeit inspiratorisch
  • PEEP (positiv endexperatory pressure)
  • Pmax als Level für die Drucklimitierung
  • Druck Trigger
  • Sauerstoffkonzentration

4. PCV (pressure controlled ventilation)

(druckkontrolliert,zeitgesteuert)

Einstellparameter :

  • Atemfrequenz
  • pMAX
  • Flow – Gasfluss pro Minute
  • I:E – Verhältnis Inspiration zu Expiration /ab 2 dura Zeit inspiratorisch
  • PEEP (positiv endexperatory pressure)
  • Druck Trigger
  • Sauerstoffkonzentration

IRV (inverse ratio ventilation)

Durch Veränderung des Atemzeitverhältnisses wird die Inspiration verlängert. Dadurch evt. mehr Tidalvolumen und durch die längere Oxygenierungsphase eine bessere Versorgung mit Sauerstoff, da der Gasaustausch länger bei großer Lungenoberfläche stattfindet. Es kann ein Intrinsic PEEP generiert werden.

  1. SIMV

Einstellparameter :

  • Atemfrequenz (CPPV und SIMV Frequenz)
  • Atemzug oder Tidalvolumen
  • Flow – Gasfluss pro Minute
  • I:E – Verhältnis Inspiration zu Expiration /ab 2 dura Zeit inspiratorisch
  • PEEP (positiv endexperatory pressure)
  • ASB zur Druckunterstützten Spontanatmung
  • Sauerstoffkonzentration

Kombination von IPPV und ASB!

  1. CPAP (continuous positive airway pressure)

(flowgesteuert)

Atmen auf einem PEEP Niveau.

  1. CPAP/ASB – PSV (pressure support ventilation)

  • ASB – Druckunterstützung in mbar (Ab Evita 2 dura als Wert über PEEP)
  • PEEP
  • Flankensteilheit
  • Flow Trigger
  • Hechelüberwachung
  • Sauerstoffkonzentration

  1. BIPAP(biphasic positive airway pressure )

EVITA 1 / EVITA 2 über Menü aktiv

· T1,T2 – Zeit für in bzw. Expiration

· P1,P2 – Druckniveaus

· Hechelüberwachung

· Atemminutenvolumen Grenzen !

EVITA 2 und alle weiteren

· Atemfrequenz

· pMAX für das obere Druckniveau

· PEEP für das untere Druckniveau

· I:E später Zeit inspiratorisch

· Flankensteilheit

· Hechelüberwachung

· Flowtrigger

Unter BIPAP ist jederzeit eine freie Spontanatmung des Patienten möglich. Ab der EVITA 2 im Panel Modus findet eine zusätzliche Synchronisation über den Flow Trigger statt. Wie bei allen druckkontrollierten Beatmungsformen ist eine besonders intensive Überwachung mit Hilfe des Atmemminutenvolumens nötig. Ein erhöhter Atemwegswiederstand oder Veränderung der Compliance mit Abfall des Zugvolumens führt erst über einen Abfall des Atemminutenvolumens zum Alarm!

BIPAP wird auch als Beatmungsform von der Intubation bis zur Extubation bezeichnet. Da ein Stufenloses reduzieren der maschinellen Unterstützung bis zur reinen Spontanatmung möglich ist. (Aber bis zur reinen CPAP – Atmung hat sich der Patient wahrscheinlich schon selbst extubiert J )

  1. APRV(airway pressure release Ventilation)

Einstellparameter wie Menü BIPAP unter EVITA 1

APRV arbeitet mit einen maximal gekippten I:E. Ziel ist es den Patienten auf dem oberen Druckniveau spontan atmen zu lassen und nur zur CO2 Elimination kurzeitig die maschinelle Expiration freizugeben. Der PEEP ist hierbei Nebensache da es aufgrund der kurzen Exspiration nicht zur vollständigen Exspiration kommt – ein Intrinsic-PEEP baut sich auf.

Eine Mögliche Einstellung wäre z.B.:

T1=2,5 s

T2=0,5 s (I:E = 5:1)

P1=15

P2=0

Atemfrequenz = 20

  1. Autoflow

Ist eine Zusatzeinstellung unter CPPV der EVITA ab der 2 dura. Die Maschine reguliert den Flow selber mit dem Ziel bei niedrigen Drücken / langsamen Flow sicher das gewählte Volumen zu applizieren. Begrenzend wirkt hierbei der eingestellte pmax. Der Flow Verlauf wird um den Druck niedrig zu halten dezelleriert . Zusätzlich bietet die Maschine dem Patienten bei Spontanatmung einen Flow an und wenn dies maschinen Synchron geschieht wird beim nächsten Atemhub die maschinelle Unterstützung reduziert.

  1. ATC(automatische Tubuskompensation)

Das kleinste Lummen stellt bei Spontanatmung die Stimmritze da. Intubieren wir den Patienten ist der Tubus das kleinste Lummen. Es entsteht ein erhöhter Atemwegswiderstand (Resistance) .Die Länge des Tubus ist dabei unerheblich. Wenn der Patient nun spontan am Tubus atmen soll, hat das einen ähnlichen Effekt wie durch einen Strohhalm zu atmen. Es erfordert mehr Atemarbeit um den Widerstand zu überwinden. Hier greift die Tubuskompensation. Abhängig vom Tubuslummen errechnet die Maschine eine Druckunterstützung bzw. Entlastung, um die Mehrarbeit durch den Tubus auszugleichen. In der Druckkurve erkennt man dies durch eine Druckspitze bei Beginn der Inspiration und einen Druckabfall bei Beginn der Exspiration. Der Druck im Trachealsystem (also hinter dem Tubus vom Respirator aus) soll jedoch stabil auf den gewählten Niveaus bleiben).ATC ist in allen Modi verfügbar.


Ohne ATC muss der Patient die Mehrarbeit durch den Tubus durch Muskelkraft aufbringen mit Tubus übernimmt das der Respirator durch mehr Druck.

  1. PPS(proportional pressure support)

Ist eine neuer Spontanatemmodus. Abhängig von Compliance und Resistance wird der Patient mit einer durch seine Atembemühungen bestimmten Flow und Druckunterstützung versorgt. Der Respirator kann seine Unterstützung also von Atemzug zu Atemzug den individuellen Bedürfnissen des Patienten anpassen. Übernimmt also stark vereinfacht ausgedrückt die Veränderung von ASB Druck und Flanke durch den Anwender!


Hier werden ASB und PPS verglichen – man beachte die Atembemühung/ die Muskelanstrengung (Pmus) und die Antwort des Respirators.

Allgemeines über Flowkurven

Hier wird einmal ein Konstanter Flow wie unter CPPV und ein dezellerierender Flow wie unter PCV oder BIPAP dargestellt.

Da die Exspiration passiv stattfindet ist sie immer dezelerierend


Bei so einer Flowkurve kann ein verlängern der Inspiration zu einem höherem Tidalvolumen führen! Generell sollte versucht werden das Volumen zu verabreichen das bei dem eingestellten Druck möglich ist.


Hier sieht man eine nicht beendete Exspiration mit Trapped Air und Intrinsic PEEP – wenn Absicht „Klasse“ – falls nicht Exspiration verlängern über das I:E oder Reduktion der Atemfrequenz.


Die exspiratorische Flowkurve kann uns im Verlauf eine Aussage über Strömungshindernisse geben. Bei einer Obstruktion oder einem verklebten HME Filter wird sie flacher!

Zusammengefasst von Dirk Jahnke (2000-2003)

Quellen:

http://www.draeger.com/de/MT/bibliothek/intensiv/intensiv.jsp
(diverese Dokumente im PDF Format)

Evita Fibel / Repschläger/Droll

Selbstvertrieb

Atmen-Atemhilfen / Oczenski/Werba/Andel

Blackwell Wissenschafts-Verlag Berlin ISBN 3-89412-503-9

Abbildungen entnommen aus diversen Dräger Informationen

 

Ihren Kommentar hinzufügen

SmileCoolCrying or Very SadEmbarrassedA Smoker/Foot in mouthSadUser is an angel (at heart, at least)A Kiss/Lips Are SealedLaughingBiting one's tongue/Put Your Money Where Your Mouth IsBeen Smacked In The Mouth/Wears A Brace/My lips are sealeSurprisedSticking Out TongueConfusedWinkYelling
Ihr Name:
Betreff:
Kommentar:
  Bild, welches den Sicherheitscode enthält
Sicherheitscode:
Umfrage
O2 Gabe per Nasenbrille oder Maske - Anfeuchtung ?
 
Letzte Kommentare