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Artikel - invasive Beatmung
Geschrieben von: Dirk Jahnke   
Donnerstag, den 29. Juni 2006 um 12:05 Uhr

PostiveEndExspiratoryPressure

Mit Hilfe des PEEP's beeinflussen wir die funktionelle residual Kapazität (FRC / Also das Lungenvolumen das bei einer normalen Ausatmung in der Lunge verbleibt). Ein erhöhen des PEEP's führt zum vergrößern des endexspiratorischen Lungenvolumens. Also der Gasmenge, die auch in der Ausatmung für den Gasaustausch zur Verfügung steht. Zusätzlich sorgt er dafür, dass sich Lungenbereiche in der Exspiration nicht verschließen können. Offene bzw. eröffnete Lungenbereiche werden geschient. Lange galt ein PEEP von 5 mbar als ausreichend. Neuere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass ein PEEP von 8 auch beim Lungengesunden noch als moderat anzusehen ist und als untere Grenze gelten sollte.
Man Unterscheidet einen internen (Intrinsic PEEP) und einen externen PEEP (an der Maschine eingestellt)
Ein Intrinsic PEEP wird durch eine Verkürzung der Exspiration erreicht. Luft wird in der Lunge zurückgehalten, gefangen (Trapped Air).Der Gedanke ist das dieser PEEP nur lokal in langsamen Lunkenkompatimenten (kranke Lunge) wirkt. Somit wären die hämodynamischen Auswirkungen auch geringer als bei einem externen globalen PEEP.

Eine Erhöhung des PEEP's sollte die Oxygenierung verbessern!

Nicht der hohe sondern der zu niedrige PEEP schadet der Lunge. Schädlich ist der Spitzendruck der durch Erhöhung des PEEP?s meist ebenfalls steigt!

Ein erhöhen des PEEP's hat durch Verminderung des venösen Rückflusses (erhöhter intrathorakaler Druck) negative Auswirkungen auf die Hämodynamik. Das Herzzeitvolumen fällt ab. Dem Patienten sollte man also entsprechend Volumen anbieten bzw. die Katecholamintherapie anpassen.

Bei linksdekompensierten Patienten ist dieser Mechanismus eher positiv zu bewerten.(Patient ist volumenüberladen!) Die Vorlast wird gesenkt ? Nitroeffekt des PEEPS.

Neben der Respiratortherapie über einen Endotrachealtubus kann man auch mit Hilfe eines CPAP Systems diesen Effekt nutzen. Hierbei wird dem Patienten mit Hilfe einer Maske ein kontinuierlich positiver Atemwegdruck verabreicht. CPAP (continuous positive airway pressure) da man von PEEP ohne Spontanatmung und von CPAP mit Spontanatmung spricht.

 
Kommentare (2)
Re:CPAP bei ACOS
2 Montag, den 23. November 2015 um 03:27 Uhr
Dirk Jahnke
Moin Frau Mück

Der Begriff der hier erläutert wird ist PEEP bei einer s.g. invasiven Beatmung. Also der Beatmung über einen Beatmungsschlauch ,der direkt in der Luftröhre platziert wird. Zielgruppe dieser Seite ist auch eher Fachpersonal. Bei ihrem Problem wird ihnen wie sie ja im Endeffekt schon selbst geschrieben haben nur der Arzt weiterhelfen können. Spekulationen helfen bei einer solch komplexen Situation sicher nicht weiter !

Grüße Dirk Jahnke
CPAP bei ACOS
1 Montag, den 23. November 2015 um 02:02 Uhr
Dkfm.Martha Mück
Da meine Intrusionsschiene für meine Apnoe nicht mehr ausreichte, verschrieb man mir CPAP, das ich seit einer Woche verwende.
Kurz danach hatte ich tagsüber weit massivere Atmungsprobleme als vorher. Der obige Text ist für Laien nicht komplett verständlich, aber ich denke doch, dass es da einen Zusammenhang mit meiner ACOS gibt.
Ich bin verzweifelt - was soll ich tun, außer den Arzt zu befragen ? Gibt es Alternativen?
fg M.Mück

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